Zitat

16. März

„Ich habe mich vor zwei Jahren dazu entschieden, keine Nachrichten mehr zu schauen, doch ich schaue in meinem Umfeld und auf der Straße was los ist und das bekomme ich unverfälscht und echt und aus erster Hand mit.“

Köln am Rhein

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61 Gedanken zu „16. März

  1. Gute Idee ! Das mit der Nachrichtenabstinenz versuche ich auch hin und wieder mal und ich kann nur sagen: es lebt sich erheblich ruhiger und entspannter. Ich halte es allerdings selten lange durch. In wie weit man das Leben um sich rum direkter und unverfälschter mitbekommt – hängt sicherlich davon ab, wo man lebt, wo und wie man sich bewegt und durchs Leben geht. Aber es ist immerhin authentisch. Das ist wahr….

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    • Ich erlebe es in den Urlaubswochen, das Leben ohne Nachrichten aus aller Welt. Da denke ich auch häufig, wie viele Nachrichten flüchtig und vorübergehend sind. Doch ich kenne auch das tägliche Zeitungslesen, einige Artikel überlese ich, andere möchte ich genauer lesen. Ich glaube, dass das Leben auf der Straße auch Weltgeschehen und Politik ist und sich viel entdecken lässt, wenn wir offen sind.

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  2. Man muß sie gar nicht schauen, sie verfolgen uns medial auf Schritt und Tritt ungewollt, aufdringlich, schreiend.
    Doch sich nur auf das Bild zu beschränken, das sich unmittelbar vor unseren Augen befindet, ist zu einseitig. Für mich ist eine gute Tageszeitung noch immer der Ort, der mich am besten und vielleicht auch seriösesten informiert.

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  3. Ich sehe auch keine Nachrichten mehr. Seit ca 10 Jahren sehe ich nicht mehr fern – und ohne Fernsehen geht es mir viel, viel besser. Das Wichtigste bekommt man tatsächlich auch so mit. Man kann ja eine Zeitung lesen – aber auch die am besten nicht jeden Tag…! ; )

    Man lebt wirklich sehr viel ruhiger und entspannter… : )

    Liebe Grüße, Hannah

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    • Ich verstehe, was du meinst, deine Kommentare unten zeigen es auch nochmal. Ich finde auch, dass sich ohne Fernseher gut leben lässt. Ich glaube, der hat ohnehin nicht mehr die Bedeutung, die er früher einmal hatte. Inzwischen werden Nachrichten bei vielen Menschen über andere Medien aufgenommen. Wie Finbar schon sagte, das auszuschalten, ist beinahe unmöglich, selbst wenn wir das wollen würden.

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    • Unwissenheit mag ja ein Segen sein, aber ich halte diesen Verzicht auch für falsch! Möglicherweise lebt es sich entspannter, wenn man es sich in seinem eigenen Informationsmikrokosmos gemütlich gemacht hat, aber nicht immer ist der einfachste Weg auch der beste.

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    • Es gibt so viel zu tun im unmittelbaren Umfeld, wenn man genau hinschaut:
      da ist ein Bettler, der vielleicht mehr braucht als nur ein paar Münzen. Vielleicht braucht er auch ein Gespräch?
      Dort sind die betagten Schwiegereltern, die sich über einen Besuch freuen.

      In der Nähe wohnt eine Flüchtlingsfamilie. Vielleicht kann man sich ein bisschen um sie kümmern?
      Und so weiter. Wenn man etwas für andere tut, sieht man immer über den eigenen Tellerrand hinaus.
      Und mehr noch: man sieht nicht nur mehr, man tut auch etwas! Und dazu braucht man kein Fernsehen!

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    • Gut dosieren, ja. Die Satzschenkerin erlebe ich als eine sehr bewusst Lebende. Ich denke, es gibt Menschen, die in ihren vier Wänden leben und sich nicht um das Weltgeschehen kümmern und dann gibt es die, die keine Nachrichten schauen, doch im Kleinen beginnen und im Kleinen kann eine ganze Welt wohnen.

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  4. Übrigens ist es ja wesentlich einfacher und bequemer, vor der Glotze zu hocken und sich über die empörenden Nachrichten aufzuregen, als wirklich mal aktiv zu werden und sich um seine Mitmenschen zu kümmern!
    Es gibt immer etwas zu tun: im unmittelbaren Umfeld. In der Nachbarschaft. Zu Hause.

    Das ist ganz und gar nicht einfach: aktiv zu werden (statt fernzusehen). Aber es ist effektiv. Vielleicht sollte man einfach nur aktiv werden, sich engagieren: für andere.
    Jenseits des Fernsehsessels.

    Herzliche Grüße,
    Hannah

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  5. Die Frage ist ja auch nicht: wer ist am besten informiert? Oder: bin ich täglich über alles in der Welt auf dem Laufenden? Sondern: was fange ich – und was fängst du – dann mit diesen Informationen an?
    Ich bin beispielsweise darüber informiert, daß hier im Winter täglich ein Obachloser vorbeikommt und bettelt.

    So, was fange ich nun mit dieser Information an? Gebe ich ihm Geld? Ja. Schicke ich ihn dann weiter? Nein!
    Ich höre mir seine Geschichte an, ich lasse mir die Nummer seiner Sozialarbeiterin geben, ich rufe sie an, ich überlege mit ihr gemeinsam, was zu tun ist.

    Ich zahle ihm sogar vorerst einmal ein günstiges Zimmer in einer Pension: denn es ist bitterkalt.
    Ich fahre dorthin und gebe das Geld für mehrere Übernachtungen direkt dort ab. Ich vereinbare mit der Dame an der Rezeption, daß er jeden Tag eine Suppe umsonst bekommt. Tatsächlich, er bekommt seine Suppe….!

    Und so weiter. Und all das funktioniert: ganz ohne Fernsehen! Und noch viel mehr…. ! Denn auf einmal hat man Zeit:
    ganz genau hinzusehen: und zwar: im realen Leben! Und was sieht man da? Reale Menschen. Menschen in Not.
    Menschen, die unsere Hilfe brauchen: täglich! Hier! Jetzt!

    Herzlichen Gruß,
    Hannah

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  6. Hochinteressant, alle Kommentare zu lesen. Das eigene Bild ändert sich aber nicht dadurch, merke ich gerade.
    Ich bin inzwischen kein regelmäßiger Zeitungsleser mehr, regelmäßig sehe ich auch keine Nachrichten.
    Und doch bin ich einigermaßen informiert, obwohl mir bestimmt auch einiges entgeht.
    Mein Blick geht in meine unmittelbare Umgebung und dann erst in die Weltpolitik, die zur Zeit keinen Anlaß zum Jubeln gibt …
    Sie muß eine interessante Frau sein, Deine Satzschenkerin, liebe Marion

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  7. Pingback: Micronouvelles Einladung / txtprojekt / 3 Worte & 10 Sätze / aktuell: by. Findesatz | text & visuals

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