Zitat

14. Januar

„Was wünsche ich mir, wenn ich 70 bin, möchte ich dann eine Geburtstagsrede, in der gesagt wird, dass ich immer pflichtbewusst war, ein tolles Haus habe oder eine gute Ehe geführt habe, was sind die Dinge die mir wichtig sind?“

Glas

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40 Gedanken zu „14. Januar

    • Ich fand und finde diese Frage auch einladend, wie möchte ich leben und wie lebe ich. Die Frage erinnert mich an den Gedanken, das Heute so zu gestalten, dass wir die guten Erinnerungen nun säen, die wir später ernten.

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  1. Diese Frage begleitet mich schon seit vielen Jahren. Im Grunde geht es gar nicht darum, was die anderen über die Außenwirkung meines Lebens sagen, sondern über die Innenwirkung und was ich darüber sagen kann. Äh…. oder beides?

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    • Die Frage zielt in meinen Augen auf die Innenwirkung. Die Außenwirkung ist der Aufhänger. Ich denke, das können wir auch mit in den Alltag nehmen, das machen, wonach das Innere ruft, egal was das Außen uns vorspielen möchte.

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  2. Ich halte es wohl so, wie meine älteste Patientin. Sie hat mit gerade einen Nachruf vorgelegt, den ihre beste Freundin, schon zu Lebzeiten (weil meine Patientin sehr krank ist) über sie geschrieben hat. Darin geht es um Freude, ein stets offenes Herz, Komik und ein großes Theater… Von Pflichten oder materiellen Dingen wurde nichts erwähnt. Sehr berührend und ich hebe meine „Grande Dame“ wiedererkannt.
    Das Zwischenmenschliche ist eindeutig für mich die Summe meines Lebens.

    Liebe Grüße,
    Silbia

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    • Danke für dein Erzählen dieser warmen Geschichte.
      Eine gute Summe, die du nennst.
      Zwischenmenschliches, Herz und Komik tragen eine andere Färbung als Pflichtbewusstsein. Dazu wollte die Satzschenkerin einladen.

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    • Das Lebensfrohe in sich zu tragen, ist bestimmt sehr wertvoll.
      Interessant finde ich, dass du ziemlich gesund schreibst. Das klingt irgendwie zufrieden, so als ob wir gar nicht utopisch hoch mit unseren Wünschen sein müssen. Es muss nicht die hundertprozentige Gesundheit sein, ziemlich gesund ist schon viel. Finde ich einen dankbaren Gedanken.

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  3. Gerade gestern habe ich von Alan Rickman einen Satz gelesen, in dem vorkam, was er täte, wenn er 80 wäre. Nun ist er mit 69 gestorben. So kann es kommen…

    Meine langjährige beste Freundin hat vor kurzem erfahren, dass sie noch ein Jahr zu leben hat (wenn alles ‚gut‘ geht). Sie hatte eine Menge Pläne für Dinge, die sie machen wollte, wenn sie 50 ist… wenn sie 60 ist… wenn sie… Dinge, die dann anders kamen und Träume die unerfüllt blieben. Und die nun auch unerfüllt bleiben werden, weil sie wegen ihrer Erkrankung nicht mehr umgesetzt werden können.

    Ich wünsche mir überhaupt nichts… wenn ich 70 bin.

    Ich mache heute das Beste aus meinem Tag. Werde irgendetwas finden, an dem ich mich freuen kann. Werde etwas genießen. Werde bestimmt lachen… vielleicht weinen.

    Sollte ich in die Verlegenheit kommen, dass jemand an meinem 70sten eine Rede hält, so soll er sagen: Sie hat all ihre Gefühle gefühlt. Eins war ihr so lieb wie das andere. Sie hat nun 70 Jahre gelebt. Möge es so lange so weitergehen, wie ihr ihr Leben lebenswert ist.

    Ich glaube, das würde mir gefallen :-)

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  4. Das allerwichtigste kommt in dem heutigen Findesatz gar nicht vor: die eigenen Kinder!!!

    Scheiss auf Pflichtbewusstsein, ein eigenes Haus, eine gute Ehe…
    Es sind die eigenen Kinder, die zählen,
    sie allein bedeuten das allergrößte Glück auf Erden während des Lebens!

    Liebe Mittagsgrüßle vom Lu

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    • Es ist eine Freude deine und eure Antworten hier zu lesen.
      Schön, wozu die Frage euch einlädt.
      Ich verrate dir, der Satzschenkerin wird auch nicht das Pflichtbewusstsein und das eigene Haus wichtig sein.
      Ich mag es, wenn diese Beispiele anregen und andere Werte und Lebensinhalte genannt werden.
      Die eigenen Kinder wie auch Kinder überhaupt schenken so vieles. Ich bin froh, das erleben zu dürfen.

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  5. Das ist die Frage junger Menschen, die nach vorne ins Leben gehen, und noch viele Möglichkeiten, auch zur Korrektur, auf dem noch vor ihnen liegenden langen Lebensweg haben.
    Für reifere Menschen dreht sich diese Frage, denn im Alter kommt die Zukunft direkt und unvermittelt auf einen zu mit vielen unabwendbaren Gegebenheiten. Für alternde Menschen stellt sich diese Frage bestenfalls rein im Äusserlichen.
    Nachmittäglichschöne Grüsse aus dem quicklebendigen Bembelland

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    • Ja, ein älterer Mensch würde anders fragen. Doch sein Leben hinterfragen, das ist zeitlos, denke ich. Ob kleine Korrekturen immer möglich sind?
      Vielleicht ist uns im Alter bewusster, dass wir das Leben so gestalten sollten, wie wir möchten und es können, denn die eigene Endlichkeit wird näher ins Bewusstsein rücken. Vielleicht wird deutlicher, sein Leben nicht mit Unnützes zuzubauen.

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      • Wenn, wie uns die Pädagogen so gerne vermitteln, Lernen ein lebenslanger Prozess ist, dann sollte man das eigene Leben nicht nur hinterfragen, sondern offensichtliche Irrtümer auch korrigieren, soweit das noch möglich ist. Und die zunehmende Bewusstheit, da stimme ich Ihnen gerne zu, sollte unsere Entscheidungen mehr auf das Wesentliche konzentrieren.
        Vormittäglichschöne Grüsse aus dem grauhimmlischkalten Bembelland

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  6. In einer solchen Rede wäre mir gar nichts wichtig, weil ich ja tot wäre, aber wenn ich es mir als Lebende vorstelle, dann würde für mich nur ein Punkt zählen: Dass ich ein liebenswerter Mensch war. Aus welchen Gründen auch immer. ;-)

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