Zitat

14. Dezember

„Ich frage mich wie das ist mit der Selbstlosigkeit, ob sie gänzlich möglich ist oder ob nicht immer ein Funke Eigenes zu unserem Handeln gehört.“

Gasse nachts

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36 Gedanken zu „14. Dezember

  1. ohhhh welch wunderbarer Satz! Das klingt nach einer abendfüllenden PhilosophieRunde :-)

    Das selbstlose Ego, hmmm…

    …Oder wenn mein Ego mich in die Selbstlosigkeit trägt, wo verschwindet es dann hin & wer bin ich dann…

    Ich denke wenn die Selbstlosigkeit erreicht, handelt das Eigene selbstlos und ist ein anderes wie wir es im üblichen Sinne kennen…

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    • Das abendfüllende war bereits am Nachmittag und ich glaube, es war eine Begegnung, die tatsächlich den Abend hätte füllen können. Ein Pater erzählte, dass er sich sehr mit Mutter Theresa beschäftigt habe und einst in Kalkutta war. Er wollte dabei auch dem nachgehen, ob es das gibt, diese Selbstlosigkeit. Hat Mutter Theresa beispielsweise ganz selbstlos gehandelt oder ist da auch immer ein Anteil von der eigenen Person und immer auch neben dem Geben ein Nehmen.
      Interessante Gedanken, die ich heute Nachmittag hörte, teilte und nun auch hier lese…

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      • Ich denke wenn man diese Stufe der Selbstlosigkeit erreicht hat, und ich denke, auch dann handelt das Ego. Das „nehmen“ allerdings, was man dann bekommt, ist ein nehmen in Demut und nicht getrieben aus dem Willen sein Ego damit zu befriedigen. Eine Art erwartungsloses Annehme… Mit seinem Ego in so einer Ebene zu sein, ist denke ich hohe Kunst !

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        • Ein Nehmen in Demut, damit beschreibst du es schön, lieber Jörg.
          Es ist dann bestimmt kein getriebenes Nehmen, vielmehr ein dankbares Nehmen.
          Beim Geben kommt sehr viel zurück. Auch das darf angenommen werden und macht zudem noch glücklich.

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  2. Ich halte Selbstlosigkeit nicht für möglich. Wer das behauptet, betreibt in meinen Augen entweder Selbstverleugnung, lügt oder kümmert sich überhaupt nicht um seine Bedürfnisse. Nichts davon halte ich für erstrebenswert. Wir haben ein Selbst (nicht gleichzusetzen mit dem Ego), und das hat seine Berechtigung.

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  3. „Eigentlich wollte ich ja persönlich kommen, aber jetzt bin ich doch selbst da“, sagte mal der unübertreffliche Heinz Erhard bei der Begrüßung seines Publikums.
    Was ist das: Ich, Ego, Selbst?
    „Selbst“ hat jedenfalls für mich den schönsten Klang. Ich würde es gerne behalten und nur das Ego loswerden, wenn ich das mal ganz egoistisch sagen darf. :-)

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  4. Natürlich gehört Eigensinn dazu. Eigen-Sinn. Das eigene Sinnen, aus dem Handeln erflammt. Selbstlosigkeit wird durch diesen Funken entfacht und für einen Moment stellt man das eigene Ego ganz nach hinten und tut etwas für ein anderes Wesen. Das geht natürlich nicht dauerhaft, sonst müßte ich dem Bettler nicht nur einen Euro geben, sondern ihm mein Tisch und Bett anbieten. Doch dafür bewahrt mich dann wieder mein Eigensinn.
    Ein sehr tiefgehender Findesatz, danke dafür, meine liebe Frau Maribey und natürlich herzliche Grüße, Ihre Frau Knobloch.

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    • Der gute und wichtige Eigensinn. Wo kämen wir hin ohne… Dann würden womöglich immer andere sagen, was wir mögen und was nicht.
      Für den anderen etwas tun, kann sehr erfüllend sein und ich glaube, dabei hat das eigene Selbst immer ein Gewinn. Helfen macht glücklich, es strahlt auf uns selbst zurück. Im Grunde wunderbar!

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  5. Ein wundervoller Satz. … auch wenn ich an diese bedingunslose Selbstlosigkeit nicht ganz glaube – bzw. sie könnte unter Umständen sogar gefährlich werden. Denn nur wer fest auf seinen eigenen Beinen steht, kann Andere stützen.
    Mit lieben Grüßen,
    Michael

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    • Ich mag es, wie du und ihr den Satz füllt. Gutes Beispiel und Wortspiel mit den Beinen! ich glaube mit dir, die eigene Standfestigkeit benötigen wir, um andere zu stützen. Wenn wir uns gut um uns selbst kümmern, können wir auch gut für andere sorgen.
      Und für andere etwas machen, wirft wunderbare Gefühle auf uns selbst zurück.

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